Brutto- und Nettomietrendite
Die Bruttomietrendite teilt nur die Jahresmiete durch den Kaufpreis. Die Nettomietrendite rechnet ehrlicher: Im Nenner stehen Kaufpreis plus Nebenkosten, im Zähler der Reinertrag. Der Reinertrag ist die Miete abzüglich aller Kosten, die Sie als Vermieter selbst tragen, und eines Abschlags für Leerstand und Mietausfälle.
Nicht umlagefähig sind vor allem die Verwaltungskosten, die Instandhaltungsrücklage und Reparaturen. Bei Eigentumswohnungen finden Sie diese Posten in der Hausgeldabrechnung. Als Mietausfallwagnis sind 2 % der Jahresmiete üblich, bei Gewerbe mehr.
Finanzierung und Steuern
Die Nettomietrendite betrachtet die Immobilie so, als wäre sie bar bezahlt. Zinsen, Tilgung, Abschreibung und Einkommensteuer sind nicht enthalten. Wie sich ein Kredit auf die Rendite Ihres eingesetzten Geldes auswirkt, zeigt der Eigenkapitalrendite-Rechner.
Formel
Nettomietrendite = (Jahresmiete × (1 − Mietausfall) − nicht umlagefähige Kosten) / (Kaufpreis + Nebenkosten) × 100Beispielrechnung
Eingaben
- Kaufpreis: 240.000 €
- Kaufnebenkosten: 10 %
- Nettokaltmiete pro Monat: 800 €
- Nicht umlagefähige Kosten pro Jahr: 1200 €
- Mietausfallwagnis: 2 %
Ergebnis
- Nettomietrendite: 3,11 %
- Reinertrag pro Jahr: 8.208 €
- Gesamtinvestition: 264.000 €
- Bruttomietrendite zum Vergleich: 4,00 %