Kaltmiete, Nebenkosten und Warmmiete
Die Kaltmiete (Nettokaltmiete) ist der Preis für die Wohnung selbst. Dazu kommen Betriebskosten wie Grundsteuer, Müll, Wasser, Hausreinigung und Versicherungen sowie die Heizkosten. Zusammen ergibt das die Warmmiete, also den Betrag, der jeden Monat vom Konto geht. Strom und Internet zahlen Sie meist separat.
Der Quadratmeterpreis der Kaltmiete ist die Zahl, mit der Sie Wohnungen und den Mietspiegel Ihrer Stadt vergleichen. Liegt die Kaltmiete in einem Gebiet mit Mietpreisbremse mehr als 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete, können Sie die überhöhte Miete rügen.
Wie viel Miete ist bezahlbar?
Eine gängige Faustregel sagt, dass die Warmmiete nicht mehr als 30 % des Nettoeinkommens kosten sollte. In Großstädten liegt der Anteil oft höher. Ab 40 % bleibt bei durchschnittlichen Einkommen wenig Spielraum für Rücklagen. Vermieter prüfen häufig, ob das Nettoeinkommen mindestens das Dreifache der Kaltmiete beträgt.
Formel
Warmmiete = Kaltmiete + Betriebskosten + Heizkosten
Mietbelastung = Warmmiete / Nettoeinkommen × 100Beispielrechnung
Eingaben
- Kaltmiete: 950 €
- Betriebskosten (kalt): 220 €
- Heizkosten: 110 €
- Wohnfläche: 72 m²
- Haushaltsnettoeinkommen: 3600 €
Ergebnis
- Warmmiete: 1.280,00 €
- Kaltmiete pro m²: 13,19 €
- Warmmiete pro m²: 17,78 €
- Miete pro Jahr (warm): 15.360 €
- Anteil am Nettoeinkommen: 35,6 %