Deckungsbeitrag und Gewinnschwelle
Jedes verkaufte Stück bringt den Verkaufspreis ein und verursacht variable Kosten wie Material, Wareneinsatz oder Versand. Die Differenz ist der Deckungsbeitrag. Er deckt zuerst die Fixkosten wie Miete, Gehälter und Software, die unabhängig von der Menge anfallen. Sind die Fixkosten gedeckt, ist die Gewinnschwelle erreicht. Jedes weitere Stück bringt Gewinn in Höhe seines Deckungsbeitrags.
Der Sicherheitsabstand zeigt, um wie viel Prozent der Absatz sinken darf, bevor Verluste entstehen. Ein kleiner Abstand bedeutet ein hohes Risiko.
Hebel zur Gewinnschwelle
Es gibt drei: Fixkosten senken, variable Kosten senken oder den Preis erhöhen. Eine Preiserhöhung wirkt meist am stärksten, weil sie komplett in den Deckungsbeitrag geht. Mit dem Beispiel oben senkt 1 € mehr Preis die Gewinnschwelle um mehr als 70 Stück.
Formel
Menge an der Gewinnschwelle = Fixkosten / (Preis − variable Kosten)Beispielrechnung
Eingaben
- Fixkosten pro Jahr: 60.000 €
- Verkaufspreis je Stück (netto): 49 €
- Variable Kosten je Stück: 21 €
- Geplante Menge (optional): 3000 Stück
Ergebnis
- Menge an der Gewinnschwelle: 2.143 Stück
- Umsatz an der Gewinnschwelle: 105.000 €
- Deckungsbeitrag je Stück: 28,00 €
- Deckungsbeitragsquote: 57,1 %
- Gewinn bei geplanter Menge: 24.000 €