Was der Leasingfaktor aussagt
Der Leasingfaktor setzt die Monatsrate ins Verhältnis zum Bruttolistenpreis. Eine Rate von 399 € bei 45.000 € Listenpreis ergibt einen Faktor von 0,89. Je kleiner der Wert, desto günstiger das Angebot. Werte unter 1 gelten als gut, unter 0,7 als sehr gut.
Der einfache Leasingfaktor lässt aber die Sonderzahlung und die Überführungskosten weg. Ein Angebot mit 199 € Rate und 8.000 € Anzahlung sieht günstig aus, ist es aber oft nicht. Der Gesamtkostenfaktor verteilt alle Einmalzahlungen auf die Laufzeit und ist deshalb die bessere Zahl für den Vergleich.
Was nicht enthalten ist
Mehrkilometer, Schäden bei der Rückgabe, Versicherung, Wartung und Reifen kommen bei Leasing noch dazu. Bei einem Kilometerleasing zahlen Sie für jeden gefahrenen Kilometer über dem Vertrag, bei einem Restwertleasing tragen Sie das Risiko, dass das Auto am Ende weniger wert ist als kalkuliert.
Formel
Leasingfaktor = Rate / Listenpreis × 100
Gesamtkostenfaktor = (Rate + (Sonderzahlung + Überführung) / Laufzeit) / Listenpreis × 100Beispielrechnung
Eingaben
- Bruttolistenpreis: 45.000 €
- Monatliche Leasingrate: 399 €
- Laufzeit: 36 Monate
- Sonderzahlung: 3000 €
- Überführung und Zulassung: 1100 €
Ergebnis
- Gesamtkostenfaktor: 1,14
- Leasingfaktor: 0,89
- Echte Kosten pro Monat: 512,89 €
- Gesamtkosten: 18.464,00 €
Häufige Fragen
Ist Leasing günstiger als Kaufen?
Für Privatleute meist nicht, wenn man das Auto lange fährt. Leasing lohnt sich eher bei einem guten Gesamtkostenfaktor, wenn Sie alle zwei bis drei Jahre ein neues Auto wollen oder gewerblich die Raten als Betriebsausgabe absetzen.
Soll ich eine Sonderzahlung leisten?
Die Sonderzahlung ist nichts anderes als vorausbezahlte Raten. Bei Totalschaden oder Diebstahl ist sie in der Regel verloren, wenn keine Differenzkaskoversicherung besteht. Ein Angebot ohne Sonderzahlung ist deshalb meist die sicherere Wahl.