Warum der Effektivzins höher ist
Ein Nominalzins von 6 % pro Jahr mit monatlicher Verrechnung bedeutet 0,5 % pro Monat. Weil die Zinsen jeden Monat zur Schuld oder zum Guthaben kommen und im nächsten Monat mitverzinst werden, ergibt sich über das Jahr ein Effektivzins von 6,168 %. Je öfter pro Jahr verrechnet wird, desto größer ist der Abstand.
Bei Krediten müssen Banken in Deutschland den effektiven Jahreszins angeben, der zusätzlich Kosten wie Kontoführungsgebühren einrechnet. Dieser Rechner berücksichtigt nur die Zinsverrechnung. Bei Sparprodukten nennen Banken oft den Nominalzins, obwohl Sie mit monatlicher Gutschrift effektiv etwas mehr bekommen.
Formel
Effektivzins = (1 + p / m)^m − 1
Nominalzins = m × ((1 + e)^(1/m) − 1)- p
- = Nominalzins als Dezimalzahl
- e
- = Effektivzins als Dezimalzahl
- m
- = Zinsperioden pro Jahr
Beispielrechnung
Eingaben
- Richtung: Nominalzins → Effektivzins
- Zinssatz pro Jahr: 6 %
- Zinsverrechnung: monatlich
Ergebnis
- Effektivzins: 6,168 %
- Zinssatz pro Periode: 0,5000 %
- Unterschied: 0,168 Prozentpunkte
Häufige Fragen
Welcher Zins steht im Kreditvertrag?
Beide. Der gebundene Sollzins bestimmt die Rate, der effektive Jahreszins dient dem Vergleich. Beim Vergleich zweier Kredite zählt immer der Effektivzins.